Neuigkeiten und aktuelle Informationen

Trockenschäden in der Natur

Normalerweise werden Publikationen immer mit schönen Bilder aus dem Ort verziert: Von denen gibt es reichlich in Hemmingen: vom Schloss über die schöne Kulturlandschaft des Strohgäus ist alles geboten. Ein Anblick trübt aktuell die Idylle.

Die Komplexität öffentlicher Bauprojekte

Als das neue Wohnbaugebiet Hälde geplant und umgelegt wurde, sollte im selben Zug auch die Anbindung an den Ort durch eine Unterführung unter den Bahngleisen in Richtung Schlosspark realisiert werden. Alle Pläne wurden termingerecht eingereicht. Ziel war, mit ohnehin geplanten Schienenarbeiten die Durchführung zu realisieren, um so Ausfallzeiten und Kosten zu minimieren.

Termine

Keine Einträge vom 3. Dezember 2020 bis zum 3. Juni 2021.

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11.11.20

Wilfried Gentner

Hier die wöchentliche INFO der CDU Fraktion im Hemminger Gemeinderat. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. ---- Autor: Wilfried Gentner ----

------Vereins und Jugendförderung Anregungen sind herzlich Wilkommen --------
Auf Antrag der CDU- Fraktion wurde der Tagesordnungspunkt in der letzten Sitzung des VA von der Agenda genommen.
Das Thema hört sich trivial an, ist aber bei genauerer Betrachtung, wie bei vielen Entscheidungen, die zu fällen sind, komplexer als es scheint. Man hat als Gemeinde einen Gleichbehandlungsgrundsatz für alle Bürger und Institutionen, es gibt einen massiven Steuereinbruch zu verkraften, die Themen, die die unterschiedlichsten Vereine behandeln, sind nicht unbedingt vergleichbar und auch nicht gleich kostenintensiv (Sport, Musik, DRK, viele andere Organisationen leisten Jugendarbeit). Die gesamte Thematik sollte bei der Gemeinderatsklausur, die COVID 19 zum Opfer gefallen ist, intensiv behandelt werden. Aber wie gesagt: CORONA und in Folge ein bisher abzusehendes 6 Mio. Defizit der Gemeinde bei den Steuereinnahmen haben eine neue Ausgangssituation geschaffen. Jetzt ist uns die Wichtigkeit der Vereine mit deren unterschiedlichen Angeboten durchaus bewusst. Alle Fraktionsmitglieder und fast alle CDU Mitglieder sind in mindestens einem der Hemminger Vereine. Nahezu alle Hauptversammlungen werden von uns besucht, so dass wir die Probleme der Vereine und Organisationen sehr gut kennen und wo immer möglich fördern wollen. Aber wir kennen auch die derzeitige Finanzsituation der Gemeinde. Daher war uns die Nachhaltigkeit der Entscheidung, insbesondere beim wichtigen Punkt der Jugendförderung, wichtiger als ein aus unserer Sicht unausgegorener Schnellschuss. Vereinsförderung: ein erster Kollateralschaden des Lockdowns? Ja und hoffentlich nur vorübergehend. Zwischenzeitlich hat sich bereits eine Arbeitsgruppe der Fraktionen getroffen. Es wurde auf persönlicher Ebene nochmals mit Vereinsvertretern kommuniziert, um im Rahmen des derzeit möglichen die richtige Lösung zu finden. In diesem Vorschlag wird nicht wesentlich weniger Geld ausgeschüttet, es wird aber anders verteilt. Schwerpunkt ist nicht die Gießkanne, sondern die qualifizierte Jugendförderung in den Vereinen und Selbstverantwortung über den Einsatz der Mittel. Dies alles muss natürlich noch dem Gemeinderat vorgelegt und abgestimmt werden.
Wichtig ist uns aber ebenso an die Verantwortung aller Vereine und Mitglieder zu appellieren, ihren Verein wo immer es geht finanziell und durch Arbeitseinsatz zu fördern. Die CDU unterstützt die Vereine wo immer es geht. Wir fühlen uns aber auch für den wirtschaftlichen Einsatz der Steuergelder der Bürger und Unternehmen verpflichtet. Das hört sich nach trivialer Allerweltsfloskel an. Es ist aber genau so gemeint. Fast alle Entscheidungen sind Abwägungen zwischen zwei gegensätzlichen Interessenspolen.

Für die CDU Fraktion
Wilfried Gentner

Das CDU Martinsgansessen entfällt
Die CDU Umweltaktionen: Baumpflanzen und Flurputz werden durchgeführt.
Die Bäume sind schon beschafft.
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Es wird wohl kaum verwundern und doch möchten wir auch öffentlich darauf hinweisen, dass das für Sonntag, den 15. November 2020 geplante Martinsgansessen der CDU Hemmingen nicht stattfinden wird. Aufgrund der exponentiell ansteigenden Fallzahlen hat sich der Ortsvorstand schon vor einigen Wochen für eine Absage entschieden.

Bleiben Sie gesund! Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.
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Es wird wohl kaum verwundern und doch möchten wir auch öffentlich darauf hinweisen, dass das für Sonntag, den 15. November 2020 geplante Martinsgansessen der CDU Hemmingen nicht stattfinden wird. Aufgrund der exponentiell ansteigenden Fallzahlen hat sich der Ortsvorstand schon vor einigen Wochen für eine Absage entschieden.

Bleiben Sie gesund! Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

30.10.20

Wilfried Gentner

Hier die wöchentliche INFO der CDU Fraktion im Hemminger Gemeinderat. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. ---- Autor: Walter Bauer ----

Bericht aus der Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbands Gruppenklärwerk Talhausen am 20.10.2020 in Schwieberdingen

Ein wichtiges Thema in den Verbandsversammlungen ist immer wieder die geplante Gründung des Zweckverbands Klärschlammverwertung Böblingen. Auch dieses Mal war das Thema auf der Tagesordnung, da die Gründungssatzung verändert wurde und deshalb nochmal ein Verbandsbeschluss notwendig wurde. Bekanntlich sollte die Gründungsversammlung bereits im Frühjahr stattfinden, wurde aber Corona bedingt verschoben. Alles Beteiligten hoffen nun, dass die Gründungsversammlung noch in diesem Herbst stattfinden kann.
Wie schon mehrfach berichtet, darf durch die Vorgaben der neuen Klärsschlammverordnung kein Klärschlamm mehr deponiert oder auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht werden. Auf diese Weise soll die Einbringung von giftigen und/oder belastenden Stoffen und Mikroplastik in die Böden und damit in die Nahrungskette nachhaltig vermieden werden.
Umweltschutzgründe waren nicht allein ausschlaggebend für die Neufassung der Klärschlammverordnung. Es geht dabei auch um die Rückgewinnung von Phosphor. Phosphor ist in der nach dem Verbrennungsvorgang übrig gebliebene Asche und kann daraus recycelt werden. Phosphor ist einer der weltweit wichtigsten Rohstoffe überhaupt. Er muss aus begrenzten Lagerstätten, die vornehmlich in Schwellenländern liegen, bergmännisch abgebaut werden. Ohne Phosphor kann der Mensch nicht leben. Phosphor ist für das Pflanzenwachstum unersetzlich und wird von der Pflanze in Form von Phosphat (P2O5) aufgenommen. Es ist u. a. bedeutsam für die Zellfunktionen sowie für den Aufbau der Zellmembran. Phosphor ist an allen Stoffwechselprozessen in der Pflanze beteiligt. Eine ausreichende Versorgung der Pflanze mit Phosphor gewährleistet eine höhere Resistenz gegenüber Krankheiten.
Ein weiterer Grund für die Gründung des Zweckverbands ist die Entsorgungssicherheit. Wie lange die Mitverbrennung von Klärschlamm in Kohlekraftwerken und Zementwerken möglich sein wird, ist wegen des möglichen Kohlausstiegs Deutschlands ungewiss, zumal durch die Vermischung der Aschen die Phosphorrückgewinnung erschwert oder unmöglich gemacht wird. Die Monoverbrennung von Klärschlamm, also die ausschließlich thermische Behandlung von Klärschlamm in einer Verbrennungsanlage unter Ausschluss anderer Brennstoffe. Wird die zentrale Rolle in der Klärschlammverwertung werden.
Wir werden Sie an dieser Stelle über die weitere Entwicklung dieses wichtigen Umweltprojekts auf dem Laufenden halten und immer wieder darüber berichten
Für die CDU-Gemeinderatsfraktion
Walter Bauer

Zur Info: Das Martinsgansessen der CDU Hemmingen fällt in diesem Jahr leider aus.
Die Umweltaktionen: Baumpflanzen und Flurputz finden statt. Termine werden noch bekannt gegeben.
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Hier die wöchentliche INFO der CDU Fraktion im Hemminger Gemeinderat. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. ---- Autor: Walter Bauer ----

Bericht aus der Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbands Gruppenklärwerk Talhausen am 20.10.2020 in Schwieberdingen

Ein wichtiges Thema in den Verbandsversammlungen ist immer wieder die geplante Gründung des Zweckverbands Klärschlammverwertung Böblingen. Auch dieses Mal war das Thema auf der Tagesordnung, da die Gründungssatzung verändert wurde und deshalb nochmal ein Verbandsbeschluss notwendig wurde. Bekanntlich sollte die Gründungsversammlung bereits im Frühjahr stattfinden, wurde aber Corona bedingt verschoben. Alles Beteiligten hoffen nun, dass die Gründungsversammlung noch in diesem Herbst stattfinden kann.
Wie schon mehrfach berichtet, darf durch die Vorgaben der neuen Klärsschlammverordnung kein Klärschlamm mehr deponiert oder auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht werden. Auf diese Weise soll die Einbringung von giftigen und/oder belastenden Stoffen und Mikroplastik in die Böden und damit in die Nahrungskette nachhaltig vermieden werden. 
Umweltschutzgründe waren nicht allein ausschlaggebend für die Neufassung der Klärschlammverordnung. Es geht dabei auch um die Rückgewinnung von Phosphor. Phosphor ist in der nach dem Verbrennungsvorgang übrig gebliebene Asche und kann daraus recycelt werden.   Phosphor ist einer der weltweit wichtigsten Rohstoffe überhaupt. Er muss aus begrenzten Lagerstätten, die vornehmlich in Schwellenländern liegen, bergmännisch abgebaut werden. Ohne Phosphor kann der Mensch nicht leben. Phosphor ist für das Pflanzenwachstum unersetzlich und  wird von der Pflanze in Form von Phosphat (P2O5) aufgenommen. Es  ist u. a. bedeutsam für die Zellfunktionen sowie für den Aufbau der Zellmembran. Phosphor ist an allen Stoffwechselprozessen in der Pflanze beteiligt. Eine ausreichende Versorgung der Pflanze mit Phosphor gewährleistet eine höhere Resistenz gegenüber Krankheiten. 
Ein weiterer Grund für die Gründung des Zweckverbands ist die Entsorgungssicherheit. Wie lange die Mitverbrennung von Klärschlamm in Kohlekraftwerken und Zementwerken möglich sein wird, ist wegen des möglichen Kohlausstiegs Deutschlands ungewiss, zumal durch die Vermischung der Aschen die Phosphorrückgewinnung erschwert oder unmöglich gemacht wird. Die Monoverbrennung von Klärschlamm, also die ausschließlich thermische Behandlung von Klärschlamm in einer Verbrennungsanlage unter Ausschluss anderer Brennstoffe. Wird die zentrale Rolle in der Klärschlammverwertung werden.
Wir werden Sie an dieser Stelle über die weitere Entwicklung dieses wichtigen  Umweltprojekts auf dem Laufenden halten und immer wieder darüber berichten
Für die CDU-Gemeinderatsfraktion
Walter Bauer

Zur Info: Das Martinsgansessen der CDU Hemmingen fällt in diesem Jahr leider aus.
Die Umweltaktionen: Baumpflanzen und Flurputz finden statt. Termine werden noch bekannt gegeben.

15.10.20

Wilfried Gentner

Hier die wöchentliche INFO der CDU Fraktion im Hemminger Gemeinderat. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. ---- Autor: Wilfried Gentner ----

Gedanken zum Thema Sozialarbeit und Schulsozialarbeit

Als die Hauptschule in Hemmingen, mangels Schüler, am Auslaufen war, stellte man sich schon die Frage, was/wo ist die Zukunft oder die Notwendigkeit einer Schulsozialarbeit an der Grundschule.
Gibt es wirklich so viele Schüler im Grundschulbereich, die sozialer Hilfestellungen bedürfen? Oder generiert man irgendwie neue Probleme um die Stelle(n) zu rechtfertigen? Auch das Jugendhaus Astergarten, das gemeinsam mit Mitarbeitern der Paulinenhilfe betrieben wird, wurde in manchen Haushaltsjahren hinterfragt, wissend dass es bedauerlicherweise nicht mehr den ursprünglichen Ansatz der selbstverwalteten Jugendarbeit verfolgt oder verfolgen kann. Auch an unserer Glemstalschule ist Schulsozialarbeit selbstverständlich fester Bestandteil des Schullebens.
Hier in Hemmingen wird die Sozialarbeit seit Jahren hauptsächlich durch Gregor Adam personifiziert, der sowohl in der Schule, im Streetworking als auch im Astergarten Identifikationsfigur und Ansprechpartner ist. Er ist auch einer der wenigen männlichen Personen im Bildungsumfeld der Jugendlichen, was schon einen Wert an sich darstellt. Die Schulsozialarbeit hat das Ziel, junge Menschen zu fördern, die aufgrund äußerer Umstände in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind. Häufig betrifft dies besondere Situationen im Elternhaus, häusliche Gewalt, aber auch Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, die in dieser Gesellschaft erst einmal menschlich, schulisch und sprachlich ankommen müssen. Wir werden all die Angebote auch weiterhin kritisch Hinterfragen und auf Doppelstrukturen überprüfen. Grundsätzlich in Frage gestellt wird das Angebot von keiner Fraktion im Gemeinderat.
Der Schulsozialarbeiter ist Mittler zwischen Schule/ KITA und den Institutionen der Gemeinde, den Vereinen, des Hortes und des Astergartens. Auch in Problemfällen mit der Polizei und der offenen Jugendarbeit. Neue Aufgaben kommen hinzu: Was passiert im Internet, Integrationsaufgaben mit Geflüchteten und Migranten. Selbstverständlich bieten hier auch die Vereine wichtige Angebote. Aber es gibt eben Jugendliche, die sich mit keinem der Angebote der Institutionen identifizieren. Auch diese sollten nicht verloren gehen und in ihrer weiteren Bildungslaufbahn eine Chance haben. In einem Gespräch mit Herr Adam erzählte dieser, dass sich seine Arbeit in diesem CORONA- Jahr sogar noch auf den häuslichen Bereich ausgedehnt hat. Nicht alle verfügen über eine brauchbare Netzanbindung, Endgeräte oder kommen mit den Anforderungen der Einrichtung von z.B. Videokonferenzsystemen zurecht. Homeschooling hört sich so einfach an, scheitert aber häufig an der notwendigen Infrastruktur und an Kenntnissen wesentlicher Zusammenhänge. Auch aus diesem Grund hat sich die Investition in Digitalisierung unserer Schulen gelohnt, die die CDU-Fraktion sicherlich wesentlich vorangetrieben hat. Im kommenden Jahr wird der Astergarten 40 Jahre alt und ist im Schwabenalter angekommen. Zeit, sich mal wieder grundsätzlich mit dem Thema zu beschäftigen. Derzeit ist die Sozialarbeit wichtiger denn je.

Wilfried Gentner
CDU Fraktion

Übrigens wurden wir verschiedentlich gefragt, was der Polizeieinsatz im Rahmen der DEMO (AfD- Veranstaltung) gekostet hat: Laut Innenministerium- BW: 19.161.- Euro. P.S.: Um gewollten oder bewusst gestreuten Vorurteilen die Basis zu nehmen: Der Autor war aus Überzeugung Teil der Demonstration.
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Die Dokumentation über die Wichtigkeit eines Sozialarbeiters, der sich den hilfesuchenden Jugendlichen annimmt, finde ich sehr gut👍 Zu überlegen wäre auch, Herrn Adam einen "Geschäftswagen" zur Verfügung zu stellen. Ich sehe ihn allzuoft in der Gemeinde laufen. Offensichtlich sind die Busverbindungen nicht immer optimal. Und mit Sicht auf z. B. die Kosten, die eine Demonstration verursacht........🤔

08.10.20

Wilfried Gentner

Hier die wöchentliche INFO der CDU Fraktion im Hemminger Gemeinderat. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. ---- Autor: Wilfried Gentner ----

Der Zustand des Waldes, Waldbegehung 2020

Ein sehr interessanter Außentermin ist die jährlich stattfindende Waldbegehung mit dem Förster und dem Forstamt. Dieses Mal gab es zwei wesentliche Themen: Standortfindung für den Waldkindergarten (wir werden darüber berichten) und der Zustand des Waldes insgesamt.
Während es in den meisten Gebieten Deutschlands in 2020 wieder ein durchschnittliches Niederschlagsjahr gab, ist das Strohgäu auf einer Niederschlagskarte im tiefroten, regenarmen Bereich. 2020 war seit 2014 das fünfte Jahr mit massivem Niederschlagsdefizit, was man der Flur, den Streuobstbäumen auf den Wiesen und selbstverständlich dem Wald deutlich ansieht. Insgesamt fehlen mehr als 350 l/m² Regen. Viele Bäume verdorren auf dem Stamm. Dabei kommt noch hinzu, dass die Vegetationsperiode ca. drei Wochen früher beginnt und drei Wochen später endet, was daran erkennbar ist, dass jetzt, Anfang Oktober, noch kaum verfärbte Blätter zu sehen sind. Der „Indian Summer“ ist heutzutage im November. Sechs Wochen mehr, in denen die Bäume Wasser bräuchten, das durch den absinkenden Grundwasserspiegel nicht vorhanden ist. Hauptsächlich betroffen sind Fichten und Buchen, die es nicht mehr schaffen das Wasser in die Kronen zu transportieren und eingeschlagen werden müssen.
Fichten werden bei der Aufforstung primär durch Douglasien ersetzt, das Ende der Buche in unserer Region ist aber noch nicht gekommen. „Die Bäume waren verwöhnt“ so der Förster. Soll heißen: es war immer genug Wasser vorhanden, die Bäume haben in diesem „Luxus“ kein tiefes Wurzelwerk ausgebildet. Alte Bäume können dies auch nicht nachholen. Wenn junger Bestand in dieser Situation gepflanzt wird, bilden sich tiefere Wurzeln, was auch in Zukunft noch Hoffnung auf die Buche in unserer Region macht. Aktuell sind weitere trockenresistente Bäume wie die Libanonzeder u.a. im Gespräch. Elsbeere und Speierling haben sich bereits angesiedelt. Große Erfahrungen mit diesen Baumsorten in unseren Bodenverhältnissen liegen aber noch keine vor. Aufgeforstet wird in diesem Jahr nur ein relativ kleiner Bereich von ca. 1 ha. Der Holzpreis ist laut Prognose des Forstamts stabil. Auch die Tiere des Waldes haben durch Wassermangel und „Überbesiedelung“ durch den Menschen, Mountainbiker und PKW-Verkehr ihre Probleme. Dieses Jahr wurden sie erstmals seit Jahren in den Sommermonaten getränkt. Wie sehen wir den Wald? Früher sah man ihn als reinen Wirtschaftszweig der Kommune. Heute ist er Naherholungsgebiet, Sauerstoffspender, Lebensraum für Tiere, Lieferant für nachwachsende Energie und nicht zuletzt ein (sehr geringer) Wirtschaftsfaktor. Er muss auf alle Fälle erhalten bleiben. Und noch eines: Der Begriff Nachhaltigkeit ist nicht neu, er kommt aus der Forstwirtschaft. Max. so viel Einschlagen, wie in langen Wachstumszyklen wieder nachwächst. Fehler, die wir heute Brasilien vorwerfen, haben wir alle schon vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten gemacht. Die schöne Heidelandschaft der Schwäbischen Alb oder die schottischen Highlands sind nichts anderes als gerodete Waldlandschaft. Noch vor kurzer Zeit wurde Brasilien für seinen hohen Biospritanteil von Greenpeace gelobt. Die Fläche für den Anbau von Palmöl wurde als Waldfläche abgeholzt. So ist manches scheinbar ökologische Projekt bei genauem Hinsehen das Gegenteil.
Wir versuchen ganz im Lokalen durch die Umweltaktionen: „Flurputz, Pflanzung von Streuobstwiesen“ oder aktuell beim Radwegekonzept unseren Teil beizutragen.
Für Fragen steht die CDU Fraktion gerne zur Verfügung
Wilfried Gentner
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Hier die wöchentliche INFO der CDU Fraktion im Hemminger Gemeinderat. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. ---- Autor: Wilfried Gentner ----

Der Zustand des Waldes, Waldbegehung 2020

Ein sehr interessanter Außentermin ist die jährlich stattfindende Waldbegehung mit dem Förster und dem Forstamt. Dieses Mal gab es zwei wesentliche Themen: Standortfindung für den Waldkindergarten (wir werden darüber berichten) und der Zustand des Waldes insgesamt.
Während es in den meisten Gebieten Deutschlands in 2020 wieder ein durchschnittliches Niederschlagsjahr gab, ist das Strohgäu auf einer Niederschlagskarte im tiefroten, regenarmen  Bereich. 2020 war seit 2014 das fünfte Jahr mit massivem Niederschlagsdefizit, was man der Flur, den Streuobstbäumen auf den Wiesen und selbstverständlich dem Wald deutlich ansieht. Insgesamt fehlen mehr als 350 l/m² Regen. Viele Bäume verdorren auf dem Stamm. Dabei kommt noch hinzu, dass die Vegetationsperiode ca. drei Wochen früher beginnt und drei Wochen später endet, was daran erkennbar ist, dass jetzt, Anfang Oktober, noch kaum verfärbte Blätter zu sehen sind. Der „Indian Summer“ ist heutzutage im November. Sechs Wochen mehr, in denen die Bäume Wasser bräuchten, das durch den absinkenden Grundwasserspiegel nicht vorhanden ist. Hauptsächlich betroffen sind Fichten und Buchen, die es nicht mehr schaffen das Wasser in die Kronen zu transportieren und eingeschlagen werden müssen.
Fichten werden bei der Aufforstung primär durch Douglasien ersetzt, das Ende der Buche in unserer Region ist aber noch nicht gekommen. „Die Bäume waren verwöhnt“ so der Förster. Soll heißen: es war immer genug Wasser vorhanden, die Bäume haben in diesem „Luxus“ kein tiefes Wurzelwerk ausgebildet. Alte Bäume können dies auch nicht nachholen. Wenn junger Bestand in dieser Situation gepflanzt wird, bilden sich tiefere Wurzeln, was auch in Zukunft noch Hoffnung auf die Buche in unserer Region macht. Aktuell sind weitere trockenresistente Bäume wie die Libanonzeder u.a. im Gespräch. Elsbeere und Speierling haben sich bereits angesiedelt. Große Erfahrungen mit diesen Baumsorten in unseren Bodenverhältnissen liegen aber noch keine vor. Aufgeforstet wird in diesem Jahr nur ein relativ kleiner Bereich von ca. 1 ha. Der Holzpreis ist laut Prognose des Forstamts stabil. Auch die Tiere des Waldes haben durch Wassermangel und „Überbesiedelung“ durch den Menschen, Mountainbiker und PKW-Verkehr ihre Probleme. Dieses Jahr wurden sie erstmals seit Jahren in den Sommermonaten getränkt. Wie sehen wir den Wald? Früher sah man ihn als reinen Wirtschaftszweig der Kommune. Heute ist er Naherholungsgebiet, Sauerstoffspender, Lebensraum für Tiere, Lieferant für nachwachsende Energie und nicht zuletzt ein (sehr geringer) Wirtschaftsfaktor. Er muss auf alle Fälle erhalten bleiben. Und noch eines: Der Begriff Nachhaltigkeit ist nicht neu, er kommt aus der Forstwirtschaft. Max. so viel Einschlagen, wie in langen Wachstumszyklen wieder nachwächst. Fehler, die wir heute Brasilien vorwerfen, haben wir alle schon vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten gemacht. Die schöne Heidelandschaft der Schwäbischen Alb oder die schottischen Highlands sind nichts anderes als gerodete Waldlandschaft. Noch vor kurzer Zeit wurde Brasilien für seinen hohen Biospritanteil von Greenpeace gelobt. Die Fläche für den Anbau von Palmöl wurde als Waldfläche abgeholzt. So ist manches scheinbar ökologische Projekt bei genauem Hinsehen das Gegenteil.
Wir versuchen ganz im Lokalen durch die Umweltaktionen: „Flurputz, Pflanzung von Streuobstwiesen“ oder aktuell beim Radwegekonzept unseren Teil beizutragen.
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