25 Mio. Euro zur Sanierung und Erweiterung der Glemstalschule Schwieberdingen Hemmingen

Die frühere Realschule und jetzige Gemeinschaftsschule Schwieberdingen Hemmingen „Glemstalschule“ beschäftigt uns jetzt schon seit mehreren Jahren. Zunächst wurde die Realschule in eine 4-zügige Gemeinschaftsschule umgewandelt, dann schloss sich eine nahezu unendliche Diskussion um die gymnasiale Oberstufe an. Das Konzept der Gemeinschaftsschule sieht ein deutlich verändertes Raumkonzept vor. Unterm Strich sind es 30% Mehrflächen die durch die Programmatik dieser Schulart entstehen. Das heißt, neben der längst überfälligen Sanierung des bestehenden Gebäudes, müssen zusätzliche Flächen entstehen. Da das bestehende Gebäude weder erweitert noch aufgestockt werden kann, ist neben der Sanierung des Altbaus noch ein Neubau notwendig.

Die erste „Kostenbetrachtung“ eines qualifizierten Fachbüros belief sich auf ca. 16 Mio. Euro. Danach gab es mit allen Beteiligten (Schüler, Lehrer, Träger, Elternbeiräten) Workshops in denen ein Idealkonzept erarbeitet werden sollte. Das Resultat dieser Ideenfindung war eine überarbeitete Planung und Konzeption mit der schockierenden Summe von 32 Mio. Euro ohne Gründung, Finanzierungskosten und Innenausstattung. Unter dem Strich wäre eine Summe von über 40 Mio. Euro zusammengekommen, die beide Gemeinden finanziell deutlich überfordert hätte. Also ging es in die nächste Runde. Der Planer hat nicht zuletzt auf unser Betreiben den Projektleiter ausgetauscht. In intensiven Diskussionen wurde ein Kostendeckel von 25 Mio. Euro definiert. Auf dieser Grundlage präsentierte das Planungsbüro eine veränderte Variante, die die Struktur des bisherigen Gebäudes nicht verändert und einen neuen Zweckbau vorsieht. Auch die Schulleitung wurde aufgefordert, nochmals 5% an Nebenfläche einzusparen um so das Ziel einer Projektsumme von max. 25 Mio. Euro zu erreichen (zzgl. Finanzierungskosten).

Jetzt werden also die konkreten Planungen auf Grundlage der Vorgaben begonnen. Mit Sanierung und Neubau entstehen somit 8500qm Schulfläche, von der wir alle hoffen, dass es für die Gemeinden und vor allem für die Schüler zu einem Erfolg wird. Die aktuelle Situation ist leider Folgende: Lediglich neun Schüler aus Hemmingen haben sich für das neue 5. Schuljahr angemeldet. Daher der Appell an alle Eltern: Unabhängig von den langanhaltenden Diskussionen, die sicherlich notwendig waren – schauen Sie sich bei der Auswahl der Schule das Konzept der Gemeinschaftsschule unvoreingenommen an und entscheiden dann auf welche Schulart Sie Ihr Kind schicken.

Eine Sanierung ist immer mit einem finanziellen Risiko verbunden. Daher ist ein solcher Kostendeckel eine Zahl, die hoffentlich eingehalten wird. Eine weitere Forderung daher seitens der CDU- Fraktion: Ein solches Projekt muss bereits in der Ausschreibungsphase von einem professionellen Forderungs-, Projekt- und Finanzmanagement begleitet werden. Abweichungen vom Plan sind umgehend dem Gemeinderat zu reporten. Insgesamt ist die Investition auch bei dieser Summe eine riesige Investition für beide Gemeinden, die teilweise über Rücklagen, teilweise über Kredite finanziert werden wird (eine endgültige Methode steht noch aus). Hoffen wir, dass die Schulart von den Bürgern angenommen wird.

Für die CDU-Fraktion, Wilfried Gentner

 

Fakten

  • Die CDU stimmte mehrheitlich für die Weiterentwicklung der Realschule, die in der Region einen hervorragenden Ruf hatte. Leider gehen die Schüler mit Realschulempfehlung jetzt in die Realschulen Markgröningen und Korntal und nicht auf unsere Gemeinschaftsschule.
  • Selbstverständlich forcierten wir von Anfang an die Sanierung des Bestandsgebäudes, die mehr als überfällig ist
  • Wir sind gegen die Einführung einer gymnasialen Oberstufe, da es in unmittelbarer Erreichbarkeit sämtliche weiterführenden, allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien gibt. (von ca. 300 Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg haben derzeit drei eine Oberstufe, zwei sind in Genehmigung). Mag sein, dass der Großraum Stuttgart für die bestehenden neun Gemeinschaftsschulen eine Oberstufe benötigt. Dann aber in jedem Fall an zentraler Stelle z.B. in Ludwigsburg.
  • Wir unterstützen massiv die Inhaltliche Ausgestaltung, die Investition in Bildung und die Kooperation mit Unternehmen.
  • Wir haben uns im Vorfeld über Hospitationen, Besuchen in anderen Gemeinschaftsschulen, zahllosen Gesprächen mit Experten (Fratton, Zöller, CDU, SPD, GEW usw.) ein Bild gemacht.
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