Klares Bekenntnis zum Zweckverband Klärschlammverwertung Böblingen

In seiner letzten Sitzung am 4. Februar 2020 hat der Gemeinderat beschlossen, den vom Abwasserzweckverband Gruppenklärwerk Talhausen geplanten Beitritt zum noch zu gründenden Zweckverband Klärschlammverwertung Böblingen zu unterstützen.

Bei jedem Klärvorgang bleibt als Reststoff Klärschlamm übrig. Dieser wurde jahrzehntelang als Dünger auf landwirtschaftliche Nutzflächen ausgebracht. Problematisch waren dabei die im Klärschlamm enthaltenen Schwermetalle, die sich im Boden anreicherten. Auch als Füllmaterial im Landbau, bei der Auffüllung von ehemaligen Sand- oder Kiesgruben oder Erddeponien wurde der Klärschlamm entsorgt. Auf Grund schärferer Umweltauflagen wird künftig nur noch Klärschlammverbrennung zugelassen sein. Und aus der dabei entstehenden Asche sollen die darin enthaltenen Rohstoffe -wie zum Beispiel Phosphor- wieder herausgefiltert werden.

Dies führt nun zu einer Verknappung der bestehenden Klärschlammverbrennungskapazitäten und deshalb zu einer massiven Verteuerung der Klärschlammentsorgungskosten. Diese Kosten müssen letztlich von den Bürgern über die Abwassergebühren bezahlt werden. Die Kosten für die Entsorgung stiegen in den letzten Jahren von 60 Euro auf 120 Euro je Tonne an. Es gibt nun inzwischen 43 Abwasserzweckverbände in Baden-Württemberg, die gemeinsam den Zweckverband Klärschlammverwertung Böblingen gründen wollen. Die prognostizierten Kosten liegen je nach Verwertungsmenge bei 80-100 Euro je Tonne.

Der Beitritt gewährleistet nun für die kommenden Jahrzehnte Entsorgungssicherheit bei gleichzeitiger Erfüllung der schärfer werdenden Umweltauflagen mit kalkulierbaren Entsorgungskosten.

Die CDU-Fraktion hat dem Beschluss einstimmig zugestimmt.

Walter Bauer

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