Personelle Änderungen an der Glemstalschule

In letzter Zeit liest und hört man in der Presse relativ wenig über unsere Glemstalschule. Und das ist gut so. Politische Entscheidungen zur Umwandlung der Schule in eine Gemeinschaftsschule ohne Oberstufe werden endlich akzeptiert und es gab entscheidende personelle Veränderungen in der Schulleitung. Als die bisherige Rektorin zum Abschluss des Schuljahres 2019 eine andere Stelle annahm, wurde die Rektorin der Gemeinschaftsschule Marbach, Frau Benner, durch die zuständigen Behörden mit dem „Zweitmandat“ als Interimsrektorin für die Glemstalschule Schwieberdingen-Hemmingen ernannt.

Nach einem ersten Kennenlernen besprachen wir uns in der Fraktion und waren übereinstimmend der Meinung, mit einer Persönlichkeit wie Frau Benner kann das was werden. Sie ist im Wortsinn eine Rektorin, eine Schulleiterin. Sie könnte der Schule eine Richtung und ein Konzept geben, das ein Alleinstellungsmerkmal darstellt und die Schule gerade auch im Hinblick auf die kommende bauliche Kompletterneuerung in eine positive Richtung lenkt. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir natürlich noch nicht, dass sich diese Idealvorstellung (Frau Benner) nach einem Jahr Doppelbelastung in Marbach und Schwieberdingen hier bewerben würde. Als dies dann der Fall war, wurde der Personalie einstimmig zugestimmt.

Auch im Vorsitz des Elternbeirats gab es einen Wechsel: Frau Winter und Frau Siegle übernahmen die Verantwortung und stehen ebenfalls für eine Weiterentwicklung der Schule im Sinne der Schüler und der demokratisch gefassten Beschlüsse der Schulträger. Wenn man aus heutiger Sicht manche Entwicklung in der Vergangenheit betrachtet, mutet manches wie ein Anachronismus an. Mängel am Bau, und seien es nur Gerüche auf einer Toilette, wurden in halbseitigen Interviews in der Stuttgarter Zeitung breitgetreten anstatt sie dem Bauamt zu melden, Demos wurden organisiert und die Website „Big Mirror“ ging in Betrieb, die heute ebenfalls bereits Geschichte ist.

Auch die SPD hat sofort das Ende des Abendlandes verkündet ohne eigene Vorschläge zu unterbreiten. Selbstverständlich hat die politische Diskussion um das Thema lange gedauert. Aber hätte man den ursprünglich demokratisch gefassten Beschluss (4-zügig ohne Oberstufe) akzeptiert, könnte die höchst überfällige Sanierung heute schon in einem fortgeschrittenen Stadium sein. Wie auch immer: Die Schule hat leider einen herben Imageverlust erlitten, den es zu reparieren gilt.

Es werden in den nächsten Jahren von beiden GVV-Gemeinden 25 Mio. Euro in die Sanierung und den Neubau investiert, eine der größten Investitionen der Gemeinde, die für die meisten Hemminger Bürger und Steuerzahler nicht sichtbar ist. Und dies ist lediglich die Infrastruktur, die Hülle für den eigentlichen Zweck der Schule: Die Vermittlung und Erarbeitung von Wissen mit dem Ziel dieses anzunehmen, in einen Kontext zu bringen und in Bildung und Können umzusetzen. Wir wollen kein Bildungsmuseum bauen, daher ist es dringend geboten eine Strategie zur Digitalisierung auszuarbeiten und Kooperationen mit allgemein- und berufsbildenden Gymnasien aufzubauen. Dies fordern wir bereits seit mehreren Jahren. Beides wurde in der kurzen bisherigen Amtszeit von Frau Benner schon angestoßen und wird bautechnisch und organisatorisch bzw. konzeptionell umgesetzt.

Hinzu kamen in den letzten Wochen und Monaten noch die wöchentlich wechselnden Anforderungen hinsichtlich Corona-bedingter Unterrichtsimprovisationen. Wir würden es ebenfalls sehr begrüßen, wenn die aktuelle Konrektorin, Frau Noller, die dieses Amt bereits zum 2. Mal interimsmäßig wegen Elternpause übernommen hat, zur festen Konrektorin der Schule würde. Unserer Meinung nach wäre das Team Benner & Noller die Idealbesetzung der Stelle für den Neustart und die schwierige unmittelbar bevorstehende Bau- und Sanierungsphase. Wir werden weiter über die Entwicklung informieren.

Wilfried Gentner

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