Massive Schäden zwingen zu außergewöhnlichem Holzeinschlag

In der Sitzung des Verwaltungsausschusses am 26. November 2019 erläuterten Herr Dr. Nill, der künftige Fachbereichsleiter Forsten am Landratsamt Ludwigsburg, sowie unser Revierförster Herr Frank den Nutzungs- und Kulturplan für das Forstwirtschaftsjahr 2020. Themenschwerpunkt waren die klimabedingten Waldschäden.

Das Jahr 2018 war geprägt durch eine extreme Trockenheit sowie hohe Temperaturen. Das Strohgäu war davon besonders stark betroffen und im Strohgäu besonders Hemmingen. Auch 2016 und 2017 waren hinsichtlich des pflanzenverfügbaren Niederschlags defizitär. Dies führte zu fast völlig ausgetrockneten Waldböden – in Folge dessen vertrockneten viele Bäume.

Stark betroffen in unserem Wald ist die Buche und dabei vor allem die älteren und ältesten Bäume, da diese ihr Wurzelwerk nicht auf diese Trockenphasen eingestellt haben und dann nicht an die wasserführenden Schichten gelangen. Dies führt nun dazu, dass die trockenen Buchen schnellstmöglich eingeschlagen werden müssen, da sie in kürzester Zeit an Wert verlieren und dann nicht einmal mehr als Brennholz
tauglich sind.

Der Holzeinschlag wird deshalb um das Zweieinhalbfache des geplanten Einschlags im kommenden Jahr erhöht. Die Kosten für die Holzfällung steigen ebenfalls an, da durch die Erschütterungen bei der Fällung die Gefahr von herabstürzenden trockenen Ästen besteht. Es muss jeder Baum einzeln mit Hilfe der Seilwinde gefällt werden, da die Sicherheit der Waldarbeiter höchste Priorität hat.

Der Waldetat weist ein Minus von 23.000 Euro aus. Dies ist bedauerlich aber bei einem Gesamtetat von über 20 Mio. Euro nicht weiter dramatisch. Der Wald ist eine Generationenaufgabe und wir profitieren momentan von den Bemühungen vorheriger Generationen. Auch wir haben die Aufgabe den Wald zu pflegen, damit auch unsere nachfolgenden Generationen sich an unserem Wald erfreuen können.

Walter Bauer

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