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Baugebiet „Nördlich der Münchinger Straße“ – Bebauungsplanänderung „Nördlich der Münchinger Straße“

Für den Bereich nördlich der Münchinger Straße, Ecke Patronatstraße / Schlosshaldenstraße wurde der Bebauungsplan für zwei interessante Bauvorhaben geändert. Diese Anpassung ist sicherlich im Sinne des Gewerbes, der Attraktivitätssteigerung Hemmingens und entspricht auch unserem Grundsatzgedanken: „Förderung der Infrastruktur, des Gewerbes und der lokalen Wirtschaft, aber durch effizienten Ressourceneinsatz“.

Es geht im Grundsatz um zwei konkrete Bauvorhaben:

1. Bau eines Hotels mit 41 Zimmern/Betten und

2. Bau eines Parkhauses mit Bürogeschossen.

Schon lange haben wir das Thema „Übernachtungen in Hemmingen“ diskutiert und intensiv gefordert. Aber wo es keinen Investor gibt, entsteht eben kein solches Objekt. Nachdem sich ein mögliches Projekt im Bereich der Saarstraße vor einigen Jahren zerschlagen hat, ist es nun in diesem Bereich sehr konkret. Und dies, obwohl in CORONA-Zeiten sicherlich das Reiseaufkommen und die Übernachtungszahlen gerade im Geschäftsbereich eher stagnieren. Videokonferenzen werden viele Geschäftsreisen ersetzen und somit auch viel CO2-Ausstoß verringern. Dennoch wird das Projekt erfreulicherweise angegangen. Mit der Änderung des B-Planes wurde seitens der Kommune der „Grundstein“ und die baurechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen. Das 2. Projekt: Bau von Parkplätzen zieht sich auch schon einige Zeit und hat sich jetzt in unserem Sinne verändert, so dass wir dem Vorhaben zustimmen können.

Foto: Maps/ WG

Sie erinnern sich sicherlich an den Bau eines Parkplatzes im Gewerbegebiet, der einen enormen Flächenverbrauch mit sich bringt, was in dieser Form einfach nicht in die Zeit passt. Jedes Wohnbaugebiet muss sich in die Höhe entwickeln. Verdichtetes Bauen ist angesagt um die begrenzte Ressource „Fläche“ zu schonen. Wir haben bereits bei diesem ersten Projekt angeregt mehrgeschossig zu parken und die Fassade zur Energiegewinnung durch Photovoltaik zu verwenden, was leider nicht gelungen ist. Zu diesem Zeitpunkt lag auch für das jetzige Vorhaben ein Plan vor, einige Parkplätze in die Fläche zu bauen. Wir haben diesen ersten Planentwurf abgelehnt. Jetzt liegt ein Antrag vor, der unserer grundsätzlichen „Denke“ entspricht. Die wenigen verbleibenden Gewerbeflächen sollten optimal ausgenutzt werden, um die Gewerbeansiedlung mit möglichst geringen Eingriffen in die Landschaft zu unterstützen. Für diesen Bebauungsplan gilt noch der §13, der eine beschleunigte Bearbeitung zulässt. Vermutlich wird diese Ausnahmegenehmigung ohnehin verlängert, da der Druck auf den Bau- und Wohnungsmarkt unverändert anhält. Es ist also bei der Erschließung neuer Baugebiete keine unnötige Eile geboten (Pestalozzistraße). Konkret: Es wird ein mehrgeschossiges Parkhaus für mehr als 200 PKWs gebaut, auf dem noch 2 Bürogeschosse vorgesehen sind. Einem solchen Bauvorhaben können wir selbstverständlich uneingeschränkt zustimmen. Unternehmen und Arbeitsplätze im Ort sind wichtig. Unternehmer, die investieren, müssen gefördert werden. Es sind die Gewerbe- und Einkommensteuern, die unser Gemeinwesen (Schule/ Kitas/ Infrastrukturen usw.) finanzieren. Irgendwie scheint dies bei allen Deindustriealisierungs – Diskussionen, die derzeit in Mode sind, vergessen zu werden. Streuobstwiesen sind schön. Leben kann man davon leider nicht.

Für die CDU-Fraktion Wilfried Gentner