Bericht zur Jugendmusikschule Ditzingen

In der Sitzung des Verwaltungsausschusses am 2. Dezember 2020 berichtete der Leiter der Jugendmusikschule (JMS) Ditzingen, Herr Manfred Frank, über das abgelaufene Jahr und die aktuelle Situation. Die Gemeinde Hemmingen beteiligt sich an der Finanzierung der JMS, um so Hemminger Kindern und Jugendlichen den Zugang zu einer musikalischen Ausbildung zu ermöglichen. Aus unserem Ort sind derzeit 155 Kinder und Jugendliche in der JMS angemeldet.

Wie alle anderen Lebensbereiche wurde auch die JMS durch die Pandemiesituation kalt erwischt. Die Lehrkräfte haben die Herausforderung sehr engagiert aufgenommen und angepasste Formate entwickelt. Laut Herrn Frank wurde so die Arbeit der JMS in den Familien intensiver wahrgenommen, schließlich fand alles virtuell im Wohnzimmer statt, was dazu führte, dass Eltern den Unterricht miterleben konnten. Nicht zuletzt auch deshalb gab es praktisch keine Abmeldungen. Eingestellt werden mussten Ensemble-Projekte in Ditzingen. Dies ist dem Lockdown geschuldet, der solche Veranstaltungen komplett unmöglich machte. Keine einfache, aber sehr wohl angemessene Entscheidung seitens der JMS war die Reduktion der entsprechenden Lehraufträge bzw. der Gang in die Kurzarbeit.

Die CDU-Fraktion ist von der hohen Qualität der Arbeit der JMS überzeugt und steht hinter der Einrichtung. Entsprechend haben wir auch dem Antrag auf Zuschuss in Höhe von 65.631 € für das Jahr 2021 (gegenüber 64.981 € im laufenden Jahr) zugestimmt. In Zukunft stehen auch in diesem Bereich steigende Kosten an. Angesichts der aktuellen und der prognostizierten Haushaltssituation – der Haushalt ist über das Mittel der nächsten Jahre defizitär – müssen wir dementsprechend einen Kostendeckel einziehen.

Bei den kommunalen Pflichtaufgaben (z.B. Kinderbetreuung in den Kitas) stehen in den kommenden Jahren signifikante Ausgabensteigerungen an. Hinzu kommen stark sinkende Einnahmen (Wegbrechen der Gewerbesteuern). Daher werden wir bei den Freiwilligkeitsleistungen, also Aufgaben, die die Gemeinde erbringen kann, aber nicht muss, wie z.B. der Vereinsförderung, der JMS oder der Hortbetreuung, nicht um ein Einfrieren oder gar Absenken der Gemeindebeiträge herumkommen.

Wir bedauern das. Aber als Vertreter einer nachhaltigen, soliden und verantwortungsvollen Haushaltspolitik im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger stehen wir auch zu solchen Entscheidungen. Entsprechend müssen aus unserer Sicht Kostensteigerungen bei der JMS ab dem Schuljahr 21/22 durch höhere Unterrichtsgebühren von den Eltern getragen werden.

Martin Pfeiffer
Gemeinderat (CDU)

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