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Glasfaser für Hemmingen

Zum derzeit alles überlagernden Thema: „Bauschuttdeponie“ haben wir bereits unsere Stellungnahme abgegeben. Dass das Thema alles dominiert zeigen die Transparente im Ort, die Teilnahme an der Pressekonferenz am geplanten Standort und die zentrale Veranstaltung in der Gemeinschaftshalle.
In den Streams aus der Gemeinschaftshalle haben sich nochmals Walter Bauer, Ute Freitag und Wilfried Gentner aus der CDU-Fraktion unmissverständlich erklärt. In Großbottwar lief die Veranstaltung ebenso emotional wie in Hemmingen. Neue Erkenntnisse gibt es aktuell nicht. Eine vollkommen intransparente, scheinbar willkürliche Entscheidung bringt die Bürger zurecht auf die Barrikaden. Auch im Gemeinderat sind sich alle Fraktionen und die Verwaltung einig: so nicht!

Breitbandausbau: Aber es gibt auch positive Entscheidungen und Entwicklungen, die Gegenstand unserer heutigen Veröffentlichung sein soll: Hemmingen wird Gigabit City. Wir sind vor einiger Zeit der Breitband Region beigetreten. Jetzt wurden die Umsetzungspläne der Telekom für den Glasfaserausbau in Hemmingen vorgestellt. Ab Mitte des kommenden Jahres wird Hemmingen nahezu flächendeckend mit Glasfaser versorgt. Die Weißen und Grauen Flecken werden somit der Vergangenheit angehören. Internetgeschwindigkeiten bis zu 1 GB/s sind dann möglich.
Der Plan ist: Jedes Haus wird mit einer Glasfaser oder einem Mikroröhrchen angeschlossen, in das dann eine Faser eingeblasen wird. Die Daten werden durch Lichtsignale übertragen, (1 GB= 1Mrd. Signale/ sec.) und unterliegen damit keinerlei elektromagnetischen Störungen. Wichtig dabei ist: Die Telekom baut das Netz eigenwirtschaftlich aus. Die bedeutet: Die Gemeinde und der/die Verbraucher/in bezahlen für diese neue Infrastruktur nichts. Ungewöhnlich in diesen Zeiten. Diese Chance sollte sich niemand entgehen lassen. Selbst wenn die derzeitige Bandbreite für viele Bürger ausreicht: Die Kommunikation über dieses Medium ist die Zukunft. Weitere, kommende Anwendungen werden höhere Übertragungsgeschwindigkeiten benötigen, sodass die bestehenden Netze an ihr Limit kommen. Selbst wenn es überhaupt nicht notwendig wäre, werten Sie damit Ihr Haus/Ihre Wohnung auf. Ein Appell also an alle Bürger: Nie hätten Sie ein größeres Eigentor geschossen als wenn Sie diese Chance nicht wahrnehmen würden. Das Thema Breitbandausbau ist uns eine Herzensangelegenheit. Seit 2010 kämpft die CDU- Fraktion um eine Verbesserung der Internetverbindung, die damals desolat war. Nach und nach kamen weitere Provider wie die Unity Media, Neckarcom, Nexiou etc. hinzu, sodass die derzeitige Versorgung Hemmingens zwar nicht überragend, aber doch brauchbar ist. Jetzt kommt ein wirklicher Quantensprung für ALLE hinzu. Ein kleiner Wermutstropfen: Die Telekom hatte vor 2009 fast ein Monopol in Hemmingen, was die Infrastruktur betrifft, und wird es auf der Glasfaser wieder haben. Aber die Rechtslage und das Unternehmen haben sich geändert: Open Access muss gewährleistet sein. Dies bedeutet: Der Inhaber der Infrastruktur (Glasfaser) muss das Netz für alle anderen Anbieter öffnen und mit diesen entsprechende Durchleitungsgebühren aushandeln, mit denen Sie als Kunde nichts zu tun haben. Hemmingen wird dadurch aber auch zu einer 2-jährigen Großbaustelle (in Abschnitten) werden. Da müssen wir im Sinne einer modernen Infrastruktur eben durch. Wir werden versuchen, die Hemminger Baustellen, auf die wir Einfluss haben, mit den Bauarbeiten der Glasfaserverlegung zu koordinieren.

Für die CDU-Fraktion:
Wilfried Gentner