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Neues Zuhause für den Bauhof

Die Gemeinde wächst und mit dem Wachstum an Einwohnern müssen auch alle Infrastrukturen mithalten. Daher hat die CDU- Fraktion angeregt, im Rahmen einer Klausur, die grundsätzliche Frage zu stellen: Wohin wollen wir wachsen? Aber das ist ein anderes, grundsätzlicheres Thema.

Aktuell wird die Glemstalschule erweitert, der Hort steht auf dem Plan, die Kita Laurentiusstraße ist im Bau, die Kita Hälde und das neue Feuerwehrmagazin sind noch nicht allzu lange abgerechnet und bezogen. Es gibt also neben den allgemeinen Aufgaben für das Bauamt sehr viel zu tun und für die Steuerzahler/innen noch mehr zu finanzieren.

Jetzt bekommt also der Bauhof und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein neues Zuhause. Durch zunehmende Aufgaben, die der Bauhof übernehmen muss, platzte das bisherige Gebäude aus allen Nähten. In zahlreichen Provisorien überall im Ort lagerten Maschinen, Schilder, Baumaterial und anderes. Auch die sanitären Einrichtungen entsprachen nicht mehr dem, was heute gefordert wird. Daher gab es auch hier keine Alternative zu einem Neubau, der heutigen und zukünftigen Anforderungen gerecht wird. Die CDU-Fraktion hat dieses Vorhaben von Anfang an unterstützt. Der Bauplatz in der Saarstraße war bereits im Gemeindeeigentum. Zwischenzeitlich wurde, auch von unserer Seite angeregt, die Variante einer gemeinsamen Lösung mit dem Feuerwehrmagazin zu bedenken, die dann u. a. aus Platzgründen verworfen wurde (es stehen fast keine Plätze für Gewerbeansiedlung mehr zur Verfügung, deshalb versuchte man diese Synergien zu nutzen). Jetzt steht das Gebäude kurz vor der öffentlichen Einweihung und ist optisch und funktional mehr als gelungen. In der Gesamtanlage haben auch die Forstmitarbeiter mit Lager-, Schulungs- und Werkstattflächen ihren Platz gefunden. Die einzelnen „Abteilungen“ (Gartenbau, Technik, Infrastruktur) haben ihre eigenen Bereiche und teilweise Zugänge (zur Störungsbehebung haben sogar externe Unternehmen Zutritt). Die Parkplatzflächen für die Kommunalfahrzeuge und die Standorte der Anbaumaschinen folgen einem durchdachten Konzept. Das Gebäude verfügt auf dem Dach selbstverständlich über eine PVAnlage, ist an die Fernwärmeversorgung und über Richtfunk mit ausreichender Bandbreite ans Internet angeschlossen.

Foto: WG

Vorbildlich ist auch die Regenwassernutzung: Anfallendes Regenwasser der großen Hof- und Dachfläche wird in einer 1700 m³ fassenden Kaverne gespeichert und dient zur Bewässerung der örtlichen Grünflächen. Dasselbe Konzept fordern wir auch bei der Sanierung des Rasenplatzes. Vor dem Bauhof entstehen zwei öffentliche E-Ladesäulen, die von den Stadtwerken Ludwigsburg betrieben werden. Und was geschieht mit dem bisherigen Gelände an der Goethestraße? Darauf werden öffentlich geförderte Sozialwohnungen in einem genossenschaftlichen Modell errichtet. Unsere Einlage in die Genossenschaft ist der Bauplatz. Somit sind wir als Gemeinde direkt beteiligt und haben Mitspracherecht bei der Belegung. Alles in allem ein Invest der Bürger in Höhe von ca. 3,5 Mio. Euro, das langfristig gut angelegt ist.

Für die CDU-Fraktion Wilfried Gentner