Ortskernsanierung am Beispiel Hauptstraße 4

Die Hauptstraße 4, ein Gebäude, das in seiner 150-jährigen Geschichte schon einiges erlebt hat, soll jetzt nach vielen Anläufen und vergeblichen Investorensuchen endlich saniert, abgerissen, umgenutzt, neugebaut oder was auch immer werden.

Die Bausubstanz ist marode, der Raumzuschnitt und die Deckenhöhen sind nicht mehr zeitgemäß, so dass eine Sanierung des bestehenden Gebäudes nicht in Betracht kommt. Dann kam noch die Idee seitens der Behörden, die untere Sandsteinmauer in ihrer Einzigartigkeit zu erhalten. Zwischenzeitlich wurde auch daran gedacht, den Platz als Festplatz für kleinere Feste mit fest eingebauter Infrastruktur (Wasser, Abwasser etc.) zu verwenden. Für diese Art Veranstaltungen hat sich aber zwischenzeitlich der Etterhof fest etabliert, das Fleckenfest sollte weiterhin auf dem Schulplatz und das große Fest auf dem Bahnhofsplatz stattfinden, solange der „Rübenplatz“ noch zur Verfügung steht. Danach wird man sich für Feste nach neuen Lösungen umschauen müssen.

Da dieses Areal in der Hemminger Ortsmitte ein sensibler Bereich ist und es städtebaulich passen muss, hat u.a. die CDU-Fraktion einen Architektur-/Städtebaulichen Wettbewerb gefordert, der den gesamten Bereich Hauptstraße 4, Parkplatz und den gegenüberliegenden Parkplatz an der Adlergasse gedanklich und funktional mit einbezieht. Die Umsetzung könnte durchaus in Etappen erfolgen. Durch den Abriss des Gebäudes Volksbank wurde die Realisierung nochmals etwas verschoben, da der Platz vor dem Gebäude zum vorübergehenden Platzieren des Funkmasts während der Bauzeit des jetzt fast fertiggestellten Neubaus des Seniorenzentrums benötigt wurde. Die Funkanlage wird in Kürze wieder zurückgebaut, sodass man sich jetzt an die Umsetzung des Projektes machen kann.

Grundsätzlich sollte unserer Meinung nach immer zuerst das Gesamte betrachtet werden, aus dem dann einzelne Abschnitte realisiert werden. Die Parkplatzsituation, Freiräume, umbauter Raum und Architektur sollten insgesamt stimmen, nicht nur auf einen Teilabschnitt bezogen.

In diesem Fall wurde leider nur der Bereich nördlich der Hauptstraße betrachtet, was in der Sitzung auch nochmals diskutiert wurde. Der Vorschlag der Gemeinde wurde dann allerdings mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung seitens der CDU-Fraktion von einer deutlichen Mehrheit des Gemeinderats angenommen.

Wilfried Gentner
Gemeinderat (CDU)

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